Tod und Medicus

Gestern, Freunde, könnt ihr’s glauben,gestern, überm Saft der Trauben!Stellt euch mein Entsetzen für,gestern kam der Tod zu mir.Drohend schwang er seine Hippe, drohend sprach das Furchtgerippe:"Fort von hier, Magnatenknecht,fort, du hast genug gezecht!"(Refrain)Hopp, hopp, hopp, fa la la la,Ihr glaubt es nicht, der Tod war da!Hopp, hopp, hopp, fa la la la,Borons Knappe, der war da!"Lieber Tod", sprach ich mit Tränen,"solltest du dich nach mir sehnen?Siehe, da steht Wein für dich,Lieber Tod, verschone mich!"Lächelnd griff er nach dem Glase,lächelnd trank er’s auf die Base,auf unsere Gesundheit leer,lächelnd stellt er’s wieder her.Hopp, hopp, hopp, …Froh glaubt’ ich befreit mich schon,als Erklang erneut sein Droh’n:"Narr, für einen Tropfen Weinglaubst du meiner los zu sein?""Lieber Tod — ach, wenn auf Dereich ein Mediziner wäre!Lass mich! Ich verspreche dirmeine Kranken halb dafür."Hopp, hopp, hopp, …"Gut, wenn das ist, magst du leben.Leb!” sprach er, “Sei mir ergeben!Lebe bis du satt geküsstund des Trinkens müde bist.""Oh, wie schön klingt das den Ohren,Tod, du hast mich neu geboren!Dieses Glas voll Rebensaft, Tod, auf gute Brüderschaft!"Hopp, hopp, hopp, …Ewig soll ich also leben!Ewig Dein, Göttin der Reben!Ewig soll’n mich Lieb’ und Wein,ewig Wein und Lieb’ erfreu’nHopp, hopp, hopp, fa la la la,Ihr glaubt es nicht, der Tod war da!Hopp, hopp, hopp, fa la la la,Borons Knappe, der war da!